AYS DAILY DIGEST 23/9: Werden die Menschenrechte immer noch anerkannt?

Aufgrund der unerträglichen Bedingungen und der Tatsache, dass viele Flüchtlinge im Winter in Griechenland bleiben müssen, gehören Unruhen in Lagern fast zum Alltag. Heute begann auf Chios eine Gruppe von Algeriern, von denen angenommen wird, dass sie betrunken waren, Betten zu zerbrechen und Steine ​​zu werfen. Die Bereitschaftspolizei wurde gerufen und es kam zu weiteren Unruhen, bei denen vier Flüchtlinge verletzt wurden. Nach den Unruhen im Lager Moria sind viele Menschen auf den Straßen und wissen nicht, was mit ihnen passieren wird. Die Regierung versprach, ein Schiff zu schicken, um einige von ihnen aufzunehmen, aber bis jetzt passierte nichts.

In der Gegend von Thessaloniki, im Softex-Lager, verhaftete die Polizei am Freitagmorgen 25 Personen. Freiwilligen am Boden zufolge werden sie wegen Diebstahls, Drogenmissbrauchs und mehrerer anderer Straftaten angeklagt. Dies ist das dritte Mal, dass diese Art von Verhaftungen im Lager Softex stattfindet, das von vielen als das gefährlichste Lager Griechenlands angesehen wird. Es ist überfüllt und die Menschen leben unter extrem unmenschlichen Bedingungen.

Apropos Lebensbedingungen in Lagern in Griechenland: Die Illustration stammt aus Kavalari, wo nach vielen Monaten am Freitag Duschen und Toiletten installiert wurden.

Ein weiteres Beispiel stammt aus dem Elliniko-Lager in Athen. Bewohner des Baseball-Geländes des Elliniko-Lagers haben einen Brief an die Presse geschrieben, um gegen die sich verschlechternden Bedingungen dort zu protestieren. Bisher haben die Köpfe von 114 Familien den Brief unterschrieben, der an die Presse und die sozialen Medien verteilt wird.

Erstens protestieren Flüchtlinge gegen den schlechten Zustand der Einrichtungen im Lager. Vor kurzem wurden Zelte aus den Korridoren des Stadions entfernt, da eine Gasleitung vorhanden war. Die Flüchtlinge werden nun gezwungen, auf dem Feld des Stadions zu schlafen, wo sie den Elementen ausgesetzt sind. Regenwasser hat sich unter den Zelten angesammelt, wodurch sie unbewohnbar wurden und die Bewohner des Lagers erkrankten. Sie klagen über Kälte, Rückenschmerzen und Übelkeit durch den Gestank der durchnässten Zelte und persönlichen Gegenstände. Einige Flüchtlinge wurden gezwungen, mit bloßen Händen Löcher in den Boden zu graben, um zu verhindern, dass das Regenwasser erfolglos in ihr Zelt eindrang.

Zweitens mangelt es an sanitären Einrichtungen in den Toiletten der Lager. Es ist keine ordnungsgemäße Entwässerung und wenig Reinigungsmaterial vorgesehen. Die Verbreitung von Reinigungsmitteln ist unzureichend, wurde nach Meldungen von Diebstahl verringert. Dies hat zu einer hohen Rate von Harnwegsinfekten bei den Bewohnern geführt.

Drittens Hygieneprodukte. Familien erhalten nur eine kleine Flasche Shampoo, die sie untereinander teilen und sogar zum Waschen ihrer Kleidung verwenden müssen. Es gibt ein weitverbreitetes Problem mit Läusen und Krätze im Lager, da es an Seife und Shampoo und Orten zum Waschen mangelt.

Schließlich fordern die Bewohner einen sofortigen Wechsel des derzeitigen Lagermanagers, der ihrer Meinung nach nicht auf die Bedürfnisse der Bewohner eingeht.

Andere Fälle:

Ein behinderter Junge kann die Duschen in Elliniko nicht benutzen. Da er im Lager keine Hilfe hat, muss er sich darauf verlassen, dass seine Eltern ihn baden. Aber die Mutter kann die Herrendusche nicht betreten und wird gezwungen, ihn auf dem Feld im Stadion mit kaltem Wasser zu waschen.

Eine schwangere Lagerbewohnerin fällt in Ohnmacht, nachdem sie Stress ausgesetzt ist. Sie wurde an eine Psychologin in Katechaki verwiesen, die zu weit ist, um sie regelmäßig aufzusuchen. Obwohl sie zusätzliche psychologische Hilfe benötigte, wurde ihr geraten, ihr Zelt für den Fall einer zusätzlichen Ohnmacht einfach näher an den Waschraum heranzuführen. Die Einrichtungen von Elliniko sind nicht für den Aufenthalt und insbesondere für schwangere Frauen und Kinder geeignet.

Ein weiteres Beispiel stammt aus dem Lager Retsona. So sieht es unter dem Regen aus.